Fakten zur Windkraft

Wie sinnvoll sind Windräder im Wald?

In Bayern nimmt eine Windkraftanlage bisher durchschnittlich 0,35 Hektar Wald dauerhaft in Anspruch. Diese Fläche braucht es für das Fundament des Windrads, den Platz für einen Kran für Wartungen und Reparaturen und falls nötig für Zuwege. Für die Bewegung des Rotors muss kein Platz freigehalten werden, weil die modernen Windräder mittlerweile so hoch sind, dass sie sich oberhalb des Waldes drehen.
Die Fläche, die für eine Windkraftanlage gerodet wird, muss an anderer Stelle aufgeforstet werden.
Auf einem Hektar Wald stehen je nach Alter und Baumart ca. 100 Bäume, d.h. für ein WIndrad müssen etwa 40 Bäume gefällt werden. Holzlagerplätze oder Wanderparkplätze haben etwa eine ähnliche Größe.
Ende 2020 standen knapp 2.100 Windenergieanlagen im Wald in Deutschland.
Insgesamt sind in Deutschland laut Bundeswaldinventur 11,4 Millionen Hektar bewaldet, etwa ein Drittel der Bundesfläche. Anteilig wurde bisher also unter 0,01 Prozent des Waldes in Deutschland dauerhaft für Windräder gerodet – und woanders wieder aufgeforstet.
Die zwei Prozent der Bundesfläche, die die neue Regierung für Windenergie ausweisen will, bedeuten nicht, dass diese Fläche komplett mit Windrädern zugepflastert werde. Die Windräder benötigen Abstand zueinander. So ergeben sich Flächen, die anderweitig genutzt werden können (Landwirtschaft, Wald)

https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/faktenfuchs-weniger-waldrodung-fuer-windraeder-als-behauptet,SsKyxci

CO2 Bilanz von Wald und Windrad

Eine häufige Behauptung ist: Der Wald nehme mehr CO2 auf, als ein Windrad einsparen könne. Laut Umweltbundesamt liegt die Einsparung von CO2 durch Windenergieanlagen um einen Faktor von mehr als 1.000 höher als die durch die dafür notwendige Rodung von Wald verlorene CO2 -Aufnahme.
https://correctiv.org/faktencheck/wirtschaft-und-umwelt/2019/09/27/eine-windkraftanlage-spart-mehr-co2-als-der-wald-der-fuer-sie-gerodet-wird/

Erzeugt ein Windrad bei der Herstellung mehr CO2 als es im Betrieb einspart?
Nein, nach weniger als einem Jahr ist die Bilanz positiv.

Wie lange bleiben Windräder am Netz und wie gestaltet sich der Rückbau?
Man geht in der Regel von einer Betriebsdauer von 20 bis 25 Jahren aus.
Für den Rückbau werden in der Bettiebsphase die notwendigen Rücklagen gebildet. Das Betonfundament wird in der Regel entfernt. Stahl und Kupfer können recycelt werden. An einer Weiterverwertung der Flügel wird gearbeitet. Recycling ist wegen des Materialmixes nur schwer möglich.
Weitere Details im Faktenfuchs von BR 24:
https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/faktenfuchs-wie-lange-bleiben-windraeder-am-netz,TA9davg